Dienstag, 18. August 2009

Die ersten 4 Wochen Uni etc

Ha Ha , ich wusste, dass ich sehr schnell einen Punkt erreichen würde an dem meine Lust am Blog schreiben rapide sinkt. Naja dann müsst ihr auch nicht jede Woche mein Bla Bla ertragen und inzwischen passiert auch nicht mehr jeden Tag irgendetwas interessantes. Soll heißen Updates erfolgen wohl eher so alle 2 Wochen.
Hmm, der letzte Eintrag war vor ca 1 Monat und inzwischen ist doch einiges passiert. Ich versuche mal es etwas strukturiert anzugehen:

Uni:
An der Uni kehrt so langsam etwas wie Alltag ein, nachdem ich am Anfang doch etwas erschrocken über meine eigene Kurswahl war. Viel zu viel Ökonometrie (googelt es ruhig). Gleich drei Kurse in denen ich mich mit einem jeweils anderen, neuen Statistik Programm rumschlagen soll - no way! Also andere Kurse gesucht, email nach Mannem geschrieben ob ich sie belegen kann... letztendlich mach ich jetzt Development Economics, Montary Economics, Economics of Competiton and Strategy und Financial Econometrics. Wobei der letzte, ein Ökonometrie Kurs, doch tatsächlich der beste ist, was unter anderem an der Chinesen Tutorin aus Oxford liegt, die zwar andauernd auf Speed zu sein scheint, einem aber in bemerkenswert kurzer Zeit neuen Stoff in den Kopf prügelt.
Allgemein wundern mich die extrem wenigen Contact hours hier: ich hab pro Kurs nur 2-3 Stunden pro Woche und es wird wohl verlangt, dass man einen großteil der Arbeit selbstständig erledigt. Auch wird hier über das gesamte Semester hinweg Stoff abgeprüft, nächste Woche hab ich schon das erste Midsemester-Exam und ab da jede Woche eins.

Wohnungssuche:
Ich hab eine. Wohoo! Aber eins nach dem anderen.
Als ich gemerkt hab, dass ich der einzige Student bin, der noch im Hostel wohnt, wurde es doch etwas einsam, auch wenn meine roommates Frank und Paul klasse waren. Auch kann man im Hostel nicht wirklich für die Uni lernen. Ständig kommt jemand mit „Gehn wir aufn Bier ins Kellys?“-“Okay“. Leider konnte ich auch nicht mit Adam (Mitstudent aus dem Hostelzimmer, mit dem ich inzwischen am meisten unternehme) in ein Appartment nahe der Uni ziehen, weil die beiden anderen Bewohner jemanden gefunden habe, der länger bleiben wollte als wir. Dabei hatten wir schon Leute für ein BBQ auf der Dachterrasse mit Skyline Blick eingeladen – Schade. Glücklicherweise hat ein Mädel im StudiVZ geschrieben, dass sie jemanden für ihre bisherige Wohnung in 37 Waterloo St, Surry Hills sucht, weil sie demnächst mit einer Freundin zusammenzieht. Also gleich angeschrieben, Termin ausgemacht und diesmal war ich doch tatsächlich der erste, der sich die Wohnung anguckte (kurze Erklärung: In Australien sehen sich Vermieter oft nicht erst alle Bewerber an, sondern vergeben die Wohnung an den schnellsten). Ja und da wohn ich seit Samstag mit Stefan einem Deutschen, der hier Praktikum macht, Caro einer Französin, ebenfalls Praktikum, Carl und Cindre 2 Norweger, die hier studieren und einer Australierin deren Namen ich leider vergessen hab, weil ich sie noch nicht oft zu Gesicht bekommen habe. Sie zieht aber sowieso demnächst aus. Stefan ist super, Caro etwas crazy (im positiven), Carl ist ebenfalls klasse und Cindre ein bischen Emo.

Social Life
Also seit der Orientation hab ich soviele neue Leute kennengelernt, dass ich die meisten schon wieder nur noch vom Gesicht kenne und nichtmal mehr weis woher, was manchmal etwas peinlich ist, aber es geht ja nicht nur mir so. Zum einen wären da wie schon erwähnt Adam, der Mathe in Hamburg studiert, Markus aus Stuttgart der grade von einem Praktikum aus den USA kommt und hier BWL studiert, Carl (nicht aus meinem Haus) aus Schweden, auch BWL, Mahe aus Rotterdam VWL und noch viele andere.
Vor ein paar Wochen war ich im Rahmen der Uni im Surf Camp am 7 Mile Beach ca 130km von hier und habe mich das erste Mal aufs Surfboard gewagt. Hat super viel Spaß gemacht, war sehr anstrengend und ich mache weiter damit. Wir treffen uns jetzt jeden Freitag am Bondi Beach (dem Hausstrand Sydneys) zum surfen, da an dem Tag sowieso kaum jemand Uni hat.
Party ist auch immer irgendwo, wobei die auf dem Uni Gelände schon immer um 1 dicht machen, was ziemlich saugt. Landen dann meistens im Kellys, fast schon meine Stammkneipe in Newtown.
Am Samstag gleich nach meiner Ankunft in der neuen Wohnung war dann nach einem kleinen Strandausflug mit Stefan und Caro auch gleich Party bei den Nachbarn. Und was für eine. Die hatten als Motto „Fanta-sea“ und dementsprechend ihr ganzes Haus lehrgeräumt und in einem Unterwasser/Piraten-Style dekoriert, im Hinterhof Sand aufgeschüttet und auch sonst Installationen wie man sie eher in einer Disko erwartet. War super und ich hatte am nächsten Morgen wieder mal üblen Kater (wie auch schon am Tag zuvor...)

So im Moment fällt mir nichts mehr ein. Stay tuned.

Dienstag, 21. Juli 2009

Im Hostel mit Frank (aus Brand) und Paul (aus UK)


von der Fähre aus


Zusammenfassung der letzten 7 Tage: habe mich ein bisschen mit den Wohnungssuche-Websites vertraut gemacht und 3 Wohnungen angesehen. Erste überteuert (8 Menschen auf ein Bad für 500€ im Monat wtf?), zweite eine Franzosen-WG in die ich gerne einziehen würde, aber ein Mitbewohner ist noch nicht da und sie wollen gemeinsam entscheiden, wer reinkommt. Grade noch eine in einem Townhouse angeguckt, ist aber eher eine Notlösung. Ist eine Frau mit Kind die einen Raum in ihrem Haus vermietet. Ich möchte schon möglichst in eine Wohnung mit anderen usyd-Studenten.
Gestern war ich noch mit der Fähre in Manly, das ist ein Stadtteil im Norden mit nettem Strand, ich bin aber abends gefahren, da man dann einen super Blick auf die Skyline hat. Bilder bei Nacht sind leider nicht gut geworden. Im Kino war ich auch mit ein paar anderen Internationals und (es wird langsam gruselig) mit der Tochter meiner letzten Reli Lehrerin, die auch im Hostel eingecheckt hat. Haben Brüno angeschaut, war wie ich erwartet auf dem Niveau einer leicht überdurchschnittlichen Ali G. Folge. Bin auch nur aus socialising Gründen mit. Waren 2 Amis, ein Ire und 2 Deutsche dabei, wobei der Ire doppelt so viel wie alle anderen getrunken und recht häufig über die katholischen Iren im Süden geschimpft hat.
Heute früh war dann Orientation, also Begrüßung und Infosession für alle Internationals(ca 500). Wir wurden in der Great Hall empfangen, die einen leichten Harry Potter Charme ausstrahlte mit Wandgemälden von den bisherigen Kanzlern, buntem Fensternglas und Orgel. Naja, ist eigentlich eher wie eine Kirche. Danach kurze Teepause im Hof, man merkt den englischen Einfluss. Bin mit einem neuen Mitbewohner aus unserem Hostelzimmer hingegangen, der aus Hamburg kommt und hier ein Semester Mathe studiert. Nach einem weiteren Infooverkill gabs einen recht miesen Lunch mit Infoständen einzelner Einrichtungen wie dem Sportclub und Initiativen. Eine davon ist Unimates, für die ich mich gleich angemeldet habe. Die ist toll, das hab ich schon daheim in einem Erfahrungsbericht gelesen. Die veranstalten jede Woche irgendetwas, wie Bushwalks, Boot fahren im Hafen, Paintball, Barbecue, Weinprobe im Hunter Valley etc. Morgen geht es dann weiter mit Einschreibung und noch mehr Infos, Campustouren und Führungen durch die City.

Montag, 13. Juli 2009

coogee to bondi









Sydney: Newtown, Uni, City, Hafen














Sydney

Am 06.07. bin ich dann Abends in den Flieger nach Sydney gestiegen, welches ich dann am nächsten Tag bei bescheidenem Wetter erreichte. 20 Grad Temperaturunterschied und keine Heizung im Hostel-> heiße Dusche und ab ins Bett, Schlaf nachholen. Nach 16h hab ich von meinem Hostel aus erstmal etwas Newtown, den etwas alternativen, hippen Stadtteil in dem es liegt, erkundet. Viele nette kleine Geschäfte, Cafes und Pubs entlang der Kingstreet. Gefällt mir gut. Auch die Uni ist nicht weit weg, also gleich mal hinmarschiert. Der Campus ist eine eigene kleine Stadt mit Colleges in denen ein Teil der Studenten wohnt, verschiedenen Sportplätzen und Reisebüro, Arzt, Friseur, Cafes, Bars etc. Die älteren Gebäude sind toll, gibt aber auch einige Bausünden (die hab ich nicht fotografiert). Man hat auch einen tollen Blick auf die City. In die Richtung bin ich dann auch weitergelaufen, den Harbour wollt ich dann schon sehen. Hat ziemlich lange gedauert, das nächste mal nehm ich den Bus. Der Hafen ist tatsächlich Klasse mit Harbour Bridge, Opernhaus und viel Grün (Royal Botanic Garden). Auf dem Rückweg hab ich ein Mädel nach dem richtigen Bus gefragt. Busfahren ist in Sydney die Hölle. Keine ausgehängten Fahrpläne, keine Haltestellennamen, seltsames Ticketsystem. Mal schaun ob ich mich daran gewöhne. Zurück zu dem Mädel: die hat gleich mal gefragt ob ich Deutscher bin, weil ich mit dem Völkel Tankstellenrucksack rumgelaufen bin, den eigentlich nur Deutsche tragen. Sie ist Aupair aus Deutschland und war gerade unterwegs zu einem studivz Deutschlandstammtisch in einem Pub. Da hab ich mich angeschlossen und bin so an mein erstes australisches Bier gekommen. Gar nicht mal so schlecht.
Am nächsten Tag war eine kleine Infosession an der Uni zum Thema Wohnungssuche, da bin ich wieder angesprochen worden. „Warste auch im Viengtai? Kommst du aus Deutschland?“ Und schon hat ich die nächste Deutschentruppe gefunden. Michele und Frank BWLer aus Frankfurt.
Im Hostel sind die Leute auch ganz cool, immer für einen Smalltalk gut. Auch wieder viele Deutsche mit Work and Travel Visa, die sich eine auszeit nehmen.
Mit ein paar von ihnen bin ich heute den Bondi-Cogee Strandwanderweg gegangen. Der Knaller: Frank aus meinem Zimmer(nicht der von der Uni) fragt wo ich herkomme, ich „nähe NBG“ er „wo genau“ ich „Eschenau“ er „ich aus Brand“. Die Welt ist manchmal echt klein.